Bericht zum 30-jährigen Jubiläum Lauftreff

Bericht der "Ostfriesischen Nachrichten" vom 08.11.18

Lauftreff des TuS Aurich-Ost wird 30 Jahre alt. Die Anfänge liegen auf dem Sportplatz hinter der Waldschule. Dort machten sich 1988 die ersten Läufer warm, bevor es in den Wald zum Laufen ging. Im Vordergrund steht die Lust am Laufen.

Egels. Es fing mit einer Anzeige in der Zeitung an. Als die Auricher Gebrüder Wilfried und Dieter Gieseler im Frühjahr 1988 den Lauftreff beim TuS Aurich-Ost gegründet hatten, suchten sie Mitstreiter, mit denen sie ihre Laufleidenschaft teilen und gemeinsam über Wege und Straßen laufen konnten. Die Resonanz war groß. Ruckzuck fanden sich rund 35 Läufer im Alter von 12 bis 55 Jahren zusammen. Der Grundstein für eine wechselvolle Laufgeschichte war gelegt.

Der Lauftreff ist in diesem Jahr 30 Jahre alt geworden. Die Verantwortlichen feiern den runden Geburtstag am kommenden Sonnabend mit einem kleinen Umtrunk mit Mitgliedern und Freunden im Gulfhof „Dat Wallinghus“ von 10 bis 13 Uhr.
Gelaufen wurde beim TuS Aurich-Ost aber schon viel früher. Im Mai 1974 veranstaltete der Verein den „ersten Internationalen ostfriesischen Volkswaldlauf“ im Egelser Wald. Eine Veranstaltung, die sich von Jahr zu Jahr in Ostfriesland einen Namen machte. Bei seiner Premiere nahmen mehr als 1000 Läufer teil. In der Folgezeit erhöhte sich diese Zahl auf bis zu 1300.

Große Familie mit Lust auf Laufen

Mit dem Lauftreff wollten die Gieselers Laufinteressierten ein Zuhause für ihr Hobby geben. Dabei ging es nicht um Bestzeiten, erinnert sich Wilfried Gieseler. „Wir waren eine große Familie. Im Vordergrund stand die Gemeinschaft und der Spaß am Laufen. Wir sind mit dem Bus zu den Läufen gefahren. Kaffee, Tee und Kuchen brachten wir mit.“ Wenn er an Läufe aus den Anfangsjahren zurückdenkt, dann fallen ihm der Bottermarks-Volkslauf in Ihrhove oder der Abendlauf in Augustfehn ein.

Diese Läufe und auch den TuS-Volkswaldlauf gibt es nicht mehr. Aber der Lauftreff hat überlebt. Er hat Höhen und Tiefen überstanden. Mit Stefan Schewiola ist heute noch einer aus den ersten Jahren aktiv dabei. Er leitet seit 2013 zusammen mit Lauftrainerin Marion Geiken die Sparte mit rund 170 Mitgliedern. Davon sind rund 40 aktiv. Über das Laufmotto von damals muss Schewiola nicht lange nachdenken: „Joggen im Wald für Jung und Alt“, lautete der Slogan. Auch deshalb, weil die LT-Läufer vorwiegend im Egelser Wald trainierten. Aber auch „Dabeisein und ankommen“ gehörte zum Selbstverständnis des Lauftreffs.

Menschen in alle Richtungen bewegen

Aktuell hat sich das Motto etwas geändert. „Wir bewegen Menschen, in alle Richtungen. Und das bei Wind und Wetter“, ist auf der Homepage zu lesen. Es wird immer noch das gemeinsame Laufen propagiert und weniger der Wettkampfcharakter. Gleichwohl finden sich LT-Läufer in den Starterlisten der hiesigen Läufe wieder. Besonders beim Ossiloop sorgt der Lauftreff für Furore. Der TuS Aurich-Ost ist oft der Verein mit den meistens Startern beim Ossiloop. Der Lauftreff hat vier Busse im Einsatz, die Vereinsmitglieder, aber auch Fremde zu den Etappen fahren. „Früher zu Beginn der 1990er-Jahre sind wir mit acht Leuten im Bully unterwegs gewesen. Heute sind es fast 100 vom TuS“, berichtet Schewiola.

Querelen und es kam Unruhe im Lauftreff auf. Der Laufleiter ging. Seine Nachfolge traten drei leistungsorientierte Läufer an, die Wert auf Wettkämpfe auf Zeiten legten. Mit Folgen: Viele Breitensportler verließen den Lauftreff. Die Mitgliederzahl sank drastisch. Mit Schewiola und Trainerin Geiken setzte vor fünf Jahren die Wende zum Besseren ein. Auch deshalb, weil sie Laufgruppen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus anboten. Dazu merkt Geiken an: „Wir haben uns breit aufgestellt und bieten vom langsamen bis zum zügigen Tempo eine große Palette an. Wichtig ist, dass wir niemanden überfordern wollen. Der Langsamste in der Gruppe bestimmt das Tempo.“ Der größte Fehler sei, so Geiken, wenn Läufer sich überschätzten und zu schnell loslegten. Ihre Zielrichtung ist klar: „Wir sind auf Breitensport fixiert und wollen etwas für die Gesundheit tun.“

Das soll auch in den kommenden Jahren so bleiben. Die Aussichten sind gut. Beim Lauftreff sind rund ein Dutzend Frauen und Männer als Laufbetreuer im Einsatz. Sie kümmern sich in Absprache mit Geiken um die einzelnen Laufgruppen. Zweimal pro Woche wird ganzjährig trainiert. Das war vor 30 Jahren noch anders. Damals begann der Lauftreff mit einem Termin, mittwochs um 19 Uhr auf dem Sportplatz hinter der Waldschule. Dort, wo alles begann.

Neues Logo Lauftreff 2018

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