Ju-Jutsu: Vorbereitung auf die EM 2023

Bericht: Sven Rohl vom 30.10.23

Kampfsport: Vorbereitung auf die Europameisterschaft 2023 beim TuS Aurich-Ost

Mit 6 Wettkämpferinnen und einem Wettkämpfer tritt der TuS Aurich-Ost e.V. im Dezember diesen Jahres auf der Europameisterschaft im Jiu-Jitsu und Mixed Ju-Jutsu Kumite der International Martial Arts Federation an. Im Wettkampfkardertraining unter der Leitung von Marek Rohl (1.Dan Ju-Jutsu), werden die Sportler/Innen technisch und konditionell für die auf sie zukommende Herausforderung vorbereitet. Die Europameisterschaft umfasst Wettkämpfe aus den Bereichen des traditionellen Jiu-Jitsu, des Mixed Ju-Jutsu Kumite und des Ju-Jutsu Duo. In der Disziplin Jiu-Jitsu starten Marie Birkel und Selina Schreder (beide Jugend/ Schülerinnen) für den TuS Aurich-Ost e.V.. Der Jiu-Jitsu Wettkampf ist dem Judo - Wettkampf sehr ähnlich. Atemi-Techniken, wie Tritttechniken und Schlagtechniken sind verboten. Der Wettkampf wird ausschließlich durch Wurf - und Bodentechniken bestritten. Während ein Judo-Wettkampf den Schwerpunkt auf das Grappling und auf die Wurftechniken legt, konzentriert sich der Jiu-Jitsu - Wettkampf mit seiner systemverwandten Disziplin des Brasilian Jiu-Jitsu auf den Bodenkampf. Das Mixed Ju-Jutsu Kumite vereinigt das Standrandori (Standkampf durch u.a. Wurftechniken) mit dem Bodenrandori (Bodenkampf) und dem Atemi-Kampf (Schlag- und Tritttechniken). Diese drei Kategorien werden nacheinander gekämpft. Insbesondere im Bereich des Kumite müssen die Athleten/Innen eine besondere Schutzausrüstung tragen. Neben einem Schutzhelm, ist ein Oberkörperschlagschutz, sind Boxhandschuhe, ist ein Tiefschutz, ein Zahnschutz und sind Fußschützer Ausrüstungsgegenstände, die die Kämpfer/Innen in dem sportlichen Wettstreit vor ungewollten Verletzungen schützen sollen. Yasmin Park, Emily Gerdes, Merle Gerdes, Tomke Determann (alle Jugend/ Schülerinen) und Wesim Al Hasan (Senioren) starten in dieser Disziplin.

Für den TuS Aurich-Ost e.V. ist die Teilnahme an einer Europameisterschaft erstmalig und stellt damit ein Highlight in der Chronologie der Teilnahme an Wettkämpfen dar. Der bisherige Höhepunkt der Teilnahme an Meisterschaften von TuS Kämpfer/Innen war das Entsenden von Athleten/Innen auf die Deutsche Meisterschaft. Nach einer längeren Pause und der Teilnahme an vielen Freundschaftstunieren, wagt der TuS nunmehr den Sprung auf die "Europabühne" mit seiner eigenen Wettkampfkader. 

"Alleine die Teilnahme an der Europameisterschaft ist bereits eine Auszeichnung für unsere Teilnehmer/Innen. Das ist ein Erlebnis, das nicht alle Kampfsportler/Innen erfahren", so der Trainer Marek Rohl der TuSler/Innen.

Nur technisch versierte und qualifizierte Kämpferinnen und Kämpfer messen sich aus ganz Europa auf dieser Meisterschaft mit dem Ziel, einen Titel auf Europaebene zu erreichen. Das der TuS Aurich-Ost mit einer Auswahl auf der EM 2023 startet, hätte sich zu Beginn der Gründung und Etablierung der Wettkampfgruppe niemand vorstellen können. Der Tag rückt nun näher, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Anspannung ist den Teilnehmern/Innen deutlich anzumerken.

Fotos (privat):

Foto 1 27.10.23
stehend von links nach rechts: Merle Gerdes, Yasmin Park, Wesim Al Hasan
knieend von links nach rechts: Selina Schreder, Marie Birkel

Foto 2 27.10.23

es fehlen: Tomke Determann und Emily Gerdes

Jiu-Jitsu meets Ju-Jutsu

 

Bericht:  Sven Rohl vom 11.07.23

Jiu-Jitsu meets Ju-Jutsu - Tradition trifft auf Moderne

Der TuS Aurich-Ost e.V. folgte mit 5 Schülerinnen aus der Ju-Jutsu Abteilung der Einladung des Budo-Sport-Clubs Südbrookmerland zu einem gemeinsamen Prüfungstag in der traditionellen Disziplin des Jiu-Jitsu und in der modernisierten Form des Ju-Jutsu. Während die Prüflinge des TuS Aurich-Ost die Gelegenheit hatten, Prüfungen in der Kampfsportart zu erleben, aus welcher sich das moderne Ju-Jutsu entwickelte, hatten die Prüflinge des BSC die Gelegenheit, die Entwicklung des Jiu-Jitsu zu einer modernen, dynamischen Selbstverteidigung, dem Ju-Jutsu, zu erleben.

Beide Disziplinen haben gemein, dass sie nach einem didaktischen Schema aufgebaut sind, welches jeweils die Entwicklung von Selbstvertrauen in die Ausführung der angewandten Techniken und damit in dem eigenen Können zum Ziel hat.

Anders als das verwandte Jiu-Jitsu, welches eher traditionell geprägt ist, bedient sich das Ju-Jutsu als System an Elementen/ Techniken aus anderen Kampfsportarten, wie dem Karate, dem Judo und dem Aikido, frei nach dem Motto: „ Aus der Praxis für die Praxis!"

Die Jiu-Jitsu Prüflinge zeigten neben der Fallschule auch Grundtechniken aus dem jeweiligen Prüfungsprogramm. Die Prüfer achteten insbesondere auf die Genauigkeit der Ausführung der Techniken. Vom BSC Südbrookmerland traten Jonathan Schröder, Luca Gronewold und Leni Kruse zum weiß-roten Gürtel, Amelie Haak und Luca – Joel Mannott zum gelben Gürtel, Maren Röpkes und Timo Frieling zum gelb-orangen Gürtel an. Alle Prüflinge erhielten von der Prüfungskommission für ihre gezeigten Leistungen lobende Worte und bestanden die Prüfung zum nächsten Gurt.

Vom TuS Aurich-Ost wurden Emily Gerdes, Merle Gerdes, Selina Schreder und Yasmin Park zum 2. blauen Gürtel im Ju-Jutsu geprüft. Marie Birkel stand zum 3. braunen Gürtel an. Neben den Vorkenntnissen aus den vorangegangenen Prüfungen mussten sie ihrem Gurtziel angepasst, Bodentechniken, Grundtechniken der Selbstverteidigung, Wettkampftechniken, Abwehrtechniken gegen Kontaktangriffe, gegen Schlag-und Tritttechniken, gegen Angriffe mit Waffen (Stock, Messer, Kette) und ein freies Randori angesagter Angriffe mit und ohne Waffen demonstrieren. Marie Birkel musste darüber hinaus Verteidigungstechniken mit Alltagsgegenständen darstellen. Sie entschied sich für einen Regenschirm, eine CD-Hülle und einen Schreibstift als Alltagsgegenstände. Hierbei ging es darum, dass sie die Gegenstände jeweils gegen Angriffe mit und ohne Waffen sinnvoll gegen die jeweilige Angreiferin/ den jeweiligen Angreifer zur Abwehr und Kontrolle einsetzte.

Auch die Prüflinge des TuS erhielten lobende Worte der Prüfungskommission für die gezeigten, anspruchsvollen Leistungen. Alle dürfen nun die nächste Rangstufe in Form des neuen Gürtels tragen. Marie Birkel, die nunmehr die Voraussetzungen zur Vorbereitung auf den schwarzen Gürtel erfüllt, darf zudem den Titel einer Meisterschülerin tragen.

Foto: Privat

Jiu meets  Ju

 

 

Ju-Jutsu: Wettkampf Sakura–Cup

Bericht: Sven Rohl vom 25.06.23

Alle TuSler/Innen auf dem Siegertreppchen

Die Wettkampfgruppe des TuS Aurich/ Ost , Sparte Ju-Jutsu, trat mit fünf Kämpferinnen und einem Kämpfer auf dem Sakura-Cup des BSC Südbrookmerland an. Als Kampfrichterin vom TuS Aurich-Ost nahm erstmalig Marie Birkel teil.

Nahezu 80 Starterinnen und Starter folgten der Einladung des Ausrichters, um sich in einem sportlichen Zweikampf zu messen. Einige Vereine legten bis zu 150km Fahrtstrecke zurück, um an diesem Event teilnehmen zu können.

Pünktlich nach der Registrierung, der Einteilung in die Altersklassen und dem Wiegen der Kämpferinnen und Kämpfer, begannen die Kämpfe auf 2 Kampfmatten.

Bis auf Marie Alter waren alle Teilnehmer/Innen des TuS Aurich-Ost bereits wettkampferfahren und wussten, was auf sie zukommt. Für die 9jährige Marie Alter war es das erste Turnier und die Anspannung war in ihrem Gesicht deutlich erkennbar. Nichtsdestotrotz stellte sie sich selbstsicher der Herausforderung und errang mit der erreichten Punktzahl aus ihren Kämpfen den 2. Platz.

Auch Lias Gerdes, der als einziger männlicher Teilnehmer des TuS Aurich Ost an den Start ging, erkämpfte für sich den zweiten Platz. Seine Schwester Merle landete nach Punkten auf den 3.Platz und seine Schwester Emily auf den 2.Platz. Insbesondere Merle Gerdes kämpfte ehrgeizig in ihrer Gruppe, in welcher sich die meisten Starterinnen befanden, was an Merle eine besondere Konditionsaufgabe stellte. Teilweise forderten diese Kämpfe Merle Gerdes derart, dass sie an ihre konditionelle Grenze kam. Aber Merle Gerdes gab nicht auf und schenkte ihren Gegnerinnen nichts, so dass auch sie mit einem Pokal für den 3.Platz nach Hause gehen konnte.

Selina Schreder zeigte sich in ihren Kämpfer entschlossener im direkten Vergleich zu ihren Kämpfen auf dem Fudochi-Cup im Dezember 2022. Sie fokussierte zu Beginn ihre Gegnerinnen, ergriff diese unmittelbare nach der Freigabe des Kampfes durch die Mattenrichterin/ den Mattenrichter, und brachte sie mit einem entschlossenen Wurf unter ihre Kontrolle. Letztlich landete sie auf den 2ten Platz.

Als Favoritin überzeugte erneut Yasmin Park. Sie setzte sich souverän in jedem ihrer Kämpfe mit technischer Überlegenheit durch. Blitzschnell ergriff sie nach Kampfbeginn ihre Gegnerinnen und beförderte diese durch eine Wurftechnik zu Boden. Setzte ihre Gegnerin zu einem Wurf an, so konterte sie direkt mit einem Gegenwurf . Am Boden ergriff sie ihre Chance und verpackte ihre Kontrahentinnen in einem Haltegriff, aus dem diese nicht mehr entrinnen konnten. Yasmin Park benötigte zumeist nicht die volle Wettkampfzeit, um ihre Gegnerinnen auf „die Bretter" zu schicken. Ihr selbstgewähltes Ziel, die Kämpfe mit einem technischen KO zu gewinnen, setzte sie regelmäßig um. Diese Taktik erwies sich für Yasmin Park bereits auf dem Fudochi – Cup im Dezember 2022 als erfolgreich. Auch wenn ihre Gegnerinnen ihre Taktik durchschauten, konnten diese nur wenig entgegen setzen, denn Yasmin war einfach zu schnell und zu entschlossen den Kampf für sich entscheiden zu wollen, was ihr den 1. Platz einbrachte.

Foto:  Privat

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von links hinten:  Marie Birkel (Wettkampfrichterin), Selina Schreder, Yasmin Park,
Merle Gerdes, Emily Gerdes.

im Vordergrund:  Marie Alter und Lias Gerdes

 

Ju-Jutsu: Gelbgurt-Prüfung

Bericht: Sven Rohl vom 10.04.23

Die 9jährige Nala Willms legt ihre Gelbgurtprüfung mit Bravour ab

Das Nachwuchstalent Nala Willms legte kürzlich ihre Gürtelprüfung zum gelben Gürtel ab. Unter den kritischen Augen von Sven Rohl, 5. Dan Ju-Jutsu, bewies sie bereits mit ihren 9 Jahren ihr Können in den Disziplinen Selbstverteidigung, Wettkampf, Bodentechniken und Fallschule.

Bei den Prüfungsinhalten geht es vornehmlich um die Effektivität der Abwehr- und Selbstverteidigungshandlungen. Kinder sollen bereits mit leicht anwendbaren Selbstverteidigungstechniken, wie sie im Ju-Jutsu gelehrt werden, lernen, sich in gefährlichen Situationen richtig und selbstbewusst zu verhalten. Die Kinder erwerben damit die Fähigkeit, gefährliche Situationen frühzeitig einzuschätzen und sich selbst zu schützen. Darüber hinaus wird durch das Erlernen der Techniken die Grob- und die Feinmotorik gefördert, sowie ein Verständnis für den Körperschwerpunkt und das Gleichgewicht vermittelt.

Für Nala Willms verlief die Prüfung mehr als erfolgreich, denn ihre Leistungen wurden vom Prüfer als herausragend bezeichnet.

Nala Willms 29.03.23
Foto (privat): Nala Willms präsentiert stolz ihre Urkunde mit der Berechtigung
                      den gelben Gürtel im Ju-Jutsu tragen zu dürfen.

 

Ju-Jutsu: Nach langer Zeit der Vorbereitung am Ziel angekommen!

 

Bericht: Sven Rohl vom 11.02.23

Nach langer Zeit der Vorbereitung sind Amelie Weigl und Cong Phu Nguyen am Ziel angekommen!

Amelie Weigl und Cong Phu Nguyen haben sich der Herausforderung einer Prüfung zu einem schwarzen Gürtel im Ju-Jutsu gestellt. Hierbei trat Amelie Weigl, die seit 10 Jahren im TuS Aurich-Ost Kampfsport trainiert, zum 1.Dan und Cong Phu Nguyen, der seit 23 Jahren im TuS Aurich-Ost Ju – Jutsu betreibt, zum 4. Dan an.

Beide hatten sich intensivst auf diesen Tag vorbereitet. Grundsätzlich ist die Vorbereitungszeit je nach angestrebtem Gurt vorgeschrieben, denn Schülergrade (Kyu) benötigen eine kürzere Vorbereitungszeit als Meister/Innengrade (Dan). Diese Vorbereitungszeiten der Prüfungsteilnehmer/Innen sind von der Teilnahme an Lehrgängen, dem Aufbau und Vertiefen technischen Könnens und der körperlichen Kondition geprägt. Die ca. 1,5 - stündige Prüfung pro Teilnehmer/In verlangt eine außerordentliche Fitness, um bestehen zu können. Bereits in dieser Vorbereitungszeit absolvieren die Prüflinge den ersten Teil der Prüfung. Nicht jeder Prüfling ist gewillt diese intensive Zeit des Trainings auf sich zu nehmen, um sich der Prüfungskommission und den hohen Anforderungen stellen zu können.

Nach einer Begrüßung durch die Prüfungskommission, einer kurzen Vorstellung der Prüflinge und ihrer Trainingshistorie sowie einem Warm-up, startete die TUSlerin und der TUSler mit den sogenannten Vorkenntnissen. Hierbei werden jeweils 5 Techniken nach freier Auswahl der Prüfungskommission aus den bisherigen Programmen abgefragt. Für Amelie Weigl waren das 40 Techniken und für Cong Phu Nguyen 55 Techniken. Dann folgten für Amelie Weigl die Bewegungsformen, in welchen sie in einem Drill die fortlaufende Abwehr von Schlagangriffen mit einem Übergang in eine Wurf - oder Hebeltechnik demonstrierte. Während Cong Phu Nguyen aus dem Bereich des Bodenkampfes unmittelbare Verteidigungstechniken zeigte, nachdem er von einem Gegner zu Boden gebracht worden ist. Im Anschluss demonstrierten beide Prüflinge Grundtechniken der Selbstverteidigung aus dem Hauptteil des Prüfungsprogramms gegen unterschiedliche Angriffssituationen.

Es folgte der Bereich der Komplexität in welchem sich die Prüflinge mit Stocktechniken gegen eine Angreiferin/ einen Angreifer mit und ohne Waffen zur Wehr setzten, Atemi - Wurf-Kombinationen mit Kontrolltechniken demonstrierten und sich in einer Freien Selbstverteidigung gegen Kontaktangriffe, Schlag- und Trittangriffe und Angriffe mit Waffen verteidigten .

Zum Abschluss wurden beide im Ju-Jutsu Allkampf, was eine Auseinandersetzung in Form einer Wettkampfsituation unter Verwendung einer Schutzausrüstung darstellt, geprüft.

Amelie Weigl und Cong Phu Nguyen bestanden ihre Prüfung und erhielten seitens des Präsidenten der IMAF Europe Branch Germany ein Lob für die gezeigte Technikvielfalt der sehr anspruchsvollen Prüfungsinhalte.

Fotos:  Privat

Foto 1 11.02.23
von links nach rechts: Amelie Weigl (1.Dan Ju-Jutsu) hält stolz ihre Prüfungsurkunde hoch.
Daneben befindet sich ihre Trainingspartnerin Tomke Determann.

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von links nach rechts:  Olaf Dreesmann (Generalsekretär), Jens Fricke (Verbandspräsident),
Amelie Weigl (1.Dan), Cong Phu Nguyen (4.Dan), Peter Kluß (Vizepräsident), Sven Rohl (Technischer Berater)

 

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